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Grundlagen & Entscheidung

Instagram, Vermittlungsportale oder eigene Webseite – was lohnt sich für Handwerker?

Von Özkan Üral · Zuletzt aktualisiert:

Kurz beantwortet

Die drei Kanäle lösen unterschiedliche Aufgaben: Vermittlungsportale bringen schnell Anfragen, kosten aber pro Kontakt und drängen in den Preiswettbewerb. Social Media eignet sich für Sichtbarkeit, Persönlichkeit und Mitarbeitersuche, gehört aber der Plattform. Die eigene Webseite ist der einzige Kanal, der dem Betrieb selbst gehört und dauerhaft auffindbar bleibt – sie ist deshalb sinnvollerweise das Fundament, die anderen beiden die Ergänzung.

Vermittlungsportale: schnelle Anfragen, aber zu welchem Preis?

Portale wie MyHammer, Check24 Profis oder Aroundhome lösen ein echtes Problem: Sie liefern Anfragen, ohne dass ein Betrieb selbst Sichtbarkeit aufbauen muss. Für einen jungen Betrieb oder eine plötzliche Auslastungslücke kann das genau richtig sein.

Der Preis dafür ist strukturell. Anfragen werden in der Regel pro Kontakt oder über eine Mitgliedschaft bezahlt, und dieselbe Anfrage geht meist an mehrere Betriebe gleichzeitig. Damit ist die Ausgangslage ein Preisvergleich – nicht ein Gespräch über Qualität und Termintreue.

Dazu kommt: Der Kunde gehört dem Portal. Er erinnert sich an die Plattform, nicht unbedingt an den Betrieb, und bucht beim nächsten Mal wieder dort. Über Jahre entsteht so Umsatz, aber kein eigener Bekanntheitsgrad.

Social Media: stark für Persönlichkeit, schwach als Fundament

Instagram, Facebook und TikTok sind für visuelle Gewerke wirklich wirkungsvoll. Fliesenleger, Maler, Schreiner und Garten- und Landschaftsbauer können dort zeigen, was sie können – und Vorher-Nachher-Bilder funktionieren dort besser als in jedem Werbeprospekt.

Zwei Punkte sollte man dabei nüchtern sehen. Erstens: Reichweite und Regeln gehören der Plattform. Ändert sich der Algorithmus oder wird ein Konto gesperrt, ist die aufgebaute Sichtbarkeit weg – ohne Vorwarnung und ohne Widerspruchsmöglichkeit.

Zweitens: Social Media ist Fließgeschwindigkeit. Ein Beitrag lebt Stunden bis Tage, danach ist er praktisch nicht mehr auffindbar. Wer heute einen Fliesenleger sucht, googelt – er scrollt nicht durch Instagram-Beiträge vom letzten Frühjahr. Für Mitarbeitersuche und für den Draht zu bestehenden Kunden ist der Kanal dagegen wirklich stark.

Die eigene Webseite: der einzige Kanal, der bleibt

Die eigene Webseite hat einen einzigen, aber entscheidenden strukturellen Vorteil: Sie gehört dem Betrieb. Domain, Inhalte und Sichtbarkeit lassen sich nicht von außen abschalten, und niemand verlangt pro Anfrage eine Gebühr.

Sie ist außerdem der einzige Kanal, der zum Zeitpunkt des Bedarfs gefunden wird. Wer „Elektriker Notdienst“ sucht, sucht jetzt und will jetzt anrufen – das ist eine völlig andere Situation als ein Beitrag, der zufällig im Feed auftaucht.

Der ehrliche Nachteil: Eine Webseite startet nicht mit Reichweite. Sie muss gefunden werden, und das dauert. Portale liefern schneller, Social Media liefert schneller. Die Webseite liefert länger.

Passt das zu Ihrem Betrieb?

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Eine sinnvolle Aufteilung

In der Praxis schließen sich die drei Kanäle nicht aus – sie haben nur unterschiedliche Rollen:

  • Eigene Webseite als Fundament: Hier landet am Ende jeder, egal woher er kommt. Sie muss überzeugen und Kontakt einfach machen.
  • Google Unternehmensprofil als Verstärker: kostenlos, mit Bewertungen und Kartendarstellung, direkt neben der Webseite wirksam.
  • Social Media für Persönlichkeit, laufende Projekte und Mitarbeitersuche – mit Link auf die eigene Webseite im Profil.
  • Portale gezielt und befristet: bei Auslastungslücken oder zum Start, mit klarem Blick auf die Kosten pro gewonnenem Auftrag.

Häufige Fragen zu diesem Thema

Sind Portal-Anfragen weniger wert als eigene Anfragen?
Nicht grundsätzlich – aber die Ausgangslage ist eine andere. Bei einer Portal-Anfrage steht der Betrieb neben mehreren Wettbewerbern und der Preis rückt in den Vordergrund. Bei einer Anfrage über die eigene Webseite hat sich der Interessent bereits für einen Betrieb entschieden.
Lohnt sich Instagram auch für Gewerke ohne schöne Bilder?
Für Gewerke wie Estrich, Gerüstbau oder Trockenbau ist Instagram als Kundenkanal meist wenig ergiebig – für die Mitarbeitersuche kann es sich trotzdem lohnen, weil Bewerber dort einen echten Eindruck vom Betrieb bekommen.

Nächste Schritte

Konkrete Pakete und Preise stehen auf der Preise-Seite, der volle Leistungsumfang unter Leistungen. Für Fliesenleger, Garten- und Landschaftsbau oder Maler gibt es je eine fertige Demo-Webseite zum Ansehen – wie die Zusammenarbeit abläuft, steht unter Ablauf.

Noch offene Fragen?

Kurz schreiben, worum es geht – eine passende Einschätzung folgt zeitnah.